Azimut Zahnkranz E 66
Azimut Antrieb E 40

Azimut - Windnachführung

Der Azimut hat die Aufgabe, den Rotor immer genau im Wind zu halten. Steht der der Rotor nicht im rechten Winkel zum Wind, spricht man von einem Nachführfehler. Eine geringere Leistungsabgabe und unsymmetrische Biege - Belastungen der Rotoren sind die Folge.

Neben dem positiven Effekt, daß sich der Rotor automatisch in den Wind drehen will, werden jedoch die Rotorblätter bei jeder Umdrehung hin und her gebogen. Das Auftreten eines Nachführfehlers bedeutet also eine stärkere Belastung und damit Materialermüdung.

Azimutantrieb:
Wird heute fast ausschließlich mit elektrischen Stellmotoren realisiert. Dabei wird über eine Ritzel - Zahnkranz - Paarung die Gondel gegenüber dem Turm verdreht. Fast alle Hersteller von Luvläufern blockieren den Nachführmechanismus mit Hilfe der Bremsen, wenn er nicht benötigt wird. Der Nachführmechanismus wird vom elektronischen Regler gesteuert, der einige Male pro Sekunde die Position der Windfahne an der Spitze der Gondel abfragt, wenn die Anlage läuft.


Verwindungszähler für die Kabel

Dreht der Azimut die Gondel über längere Zeit in den Wind, werden diese Kabel immer stärker verwunden. Deshalb ist die Anlage mit einem Verwindungszähler für die Kabel ausgerüstet, der dem Regler mitteilt, daß es an der Zeit ist, die Kabel wieder geradezudrehen. Manchmal kann man eine Windkraftanlage sehen, die aussieht, als ob sie verrückt geworden wäre: sie dreht sich fünfmal um ihre eigene Achse.
Das System ist redundant ausgelegt und löst automatisch aus, wenn sich die Kabel zu stark verdrillen.

Quellen:

Danish Wind Industrie Association


Arbeitsgemeinschaft zur Überprüfung von Windenergieanlagen - Kellinggasse 9 - 1150 Wien - Tel 01 / 969 07 80 - Fax 01 / 969 07 88 - office@iav.at
letzte Änderung 12. Juni 2004