Abb. 1: Bodenfuge
Abb. 2: Sattellage



Schäden und Baumängel in Turm und Fundment

Planungsmängel am Fundament [1]:

Nach dem derzeit gültigen Richtlinien und Normenstand ist sowohl unter dynamischen Betriebsbelastungen als auch für seltene Extrembelastungen ein Klaffen der Bodenfuge zulässig. Das bedeutet, dass es Zustände geben darf, bei denen die Sohlplatte eines flachgegründeten Fundaments nicht mit seiner gesamten Fläche aufliegen muss (siehe Abb. 1). Damit wird das Kippen der Anlage zu einem realen Schadenszszenario. Die Bodenfuge ist im Vergleich zu anderen Komponenten der Windenergieanlage sehr schlecht zu inspizieren, ihr Zustand lässt sich bei wiederkehrenden Prüfungen nicht beurteilen und Nachbesserungen sind nahezu ausgeschlossen.

Eine weiterer Mangel bildet die Bildung einer Sattellage (Abb. 2). Diese Sattellage kann immer dann entstehen, wenn der Baugrund unter hoher Pressung örtlich nachgibt und daraus folgend das Fundament auf der Rest-Aufstandsfläche kippelt.

Betonschäden:


feine Rissbildung am Betonschaft

durchfeuchtete Querrisse auf Schleuder
betonmast

Ausbruch des Fundamentes

Schadhafte Schraubeneinbindung

Schäden am Stahlrohrturm:


Lackschäden am Turmfuss

Korrosion am Turmschaft

Fett am Turm [2]


Quellen:
[1]........ Forum für Wissenschaft Industrie und Wirtschaft: Innovationsreport 25.6.03: Auf solidem Fundament
[2]........ WIND-CHECK: Bildergalerie